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26.01.12 | CDU Stadtverband

Neue Besen kehren nicht immer gut

 

Die grünrote Koalition begnügt sich nicht mit der Schaffung chaotischer Strukturen im baden-württembergischen Bildungssystem. Der klassischen Figur des Lehrers will man nun auch zu Leibe rücken.

 

Lehrer sollen nicht mehr Pädagogen sein. Der aus dem Altgriechischen stammende Begriff bedeutet wörtlich übersetzt "Knaben-" bzw. "Kinderführer". Dieser soll nach grünroten Vorstellungen künftig durch einen "Lernbegleiter" ersetzt werden, dessen hauptsächliche Aufgabe in der Beaufsichtigung von Lerngruppen und "Partnerarbeit" besteht. Ob ein "Lernbegleiter" Kinder, die sich in Gruppen nur schwer durchsetzen können, auffangen kann, steht abzuwarten.

 

Methodenwechsel wie diese beeinflussen die zukünftige Bildungslandschaft noch mehr als eine eventuell zweigliedrige, stellenweise eingliedrige Struktur zwischen G8 und G9. Viel zu lange bewegte sich die Bildungsdiskussion entlang ideologischer Gleise. Es ist - besonders im Interesse unserer Schüler - höchste Zeit, dass diese von einer sachlich geprägten an Inhalten und Problemen orientierten Diskussion abgelöst wird.

 

Dr. Martina Frank

Arbeitskreis Bildung der CDU Gerlingen

 

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